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Fachtagung tpw 2026 - Programm-Inhalte

Donnerstagabend, 17.09.26

Ankommen, Begrüßung, Organisatorisches

Wer ist alles da? Wen kenne ich noch nicht? Mit wem wollte ich immer schonmal sprechen?

Vortrag: Künstliche Intelligenz und Beziehungen

Julia von Weiler (Psychologin, Innocence in Danger e.V.)

Inhalt folgt

#dubistdran (Judith Elisabeth Meyer, Kai Janssen)

Präsentation des neuen Programms

Freitagmorgen, 18.09.26

Morgenangebote 7:30 Uhr

Eutonie (Sarah Rose)
Eutonie fürs Klassenzimmer - Wie können Eutonieübungen uns am Vormittag unterstützen, um gut mit uns und den Kindern in Kontakt zu sein?
Berührungserfahrung ist die Voraussetzung für Themen wie Abgrenzung - Kontakt/Nähe - Distanz/Innenraum - Außenraum und kann dabei helfen, sich kennenzulernen und zu sich zu kommen. Das stärkt das Gefühl für die eigene Identität, gibt Sicherheit und baut Stress ab. Die Eutonieübungen ermöglichen uns mit Hilfe verschiedener Materialien Berührungserfahrungen, die unseren Tonus regulieren und uns in Kontakt mit uns selbst bringen, was hilfreiche Grundlagen sind, um in entspannter Präsenz die Kinder wahrnehmen zu können...:-) Weitere Informationen unter: https://www.eutonie-darmstadt.de/eutonie

Yoga (Finn Lucas)
Packt eure Yoga- oder Isomatten ein, denn in meinen morgendlichen Yogastunden erwartet euch der ausgeglichene Start in den Tag, den ihr für eure Tagung benötigt! Die Stunde enthält nicht nur Bewegungen und Posen (Asanas), nicht nur Breathwork (Pranayama) sondern ist auch eine Einladung zur Übung der eigenen Achtsamkeit. Du bewegst dich sonst kaum? Kein Problem! Yoga ist für alle da und ich werde versuchen die Stunden durch Variationen der Übungen möglichst zugänglich zu machen während ich erfahrenere Teilnehmer*innen trotzdem fördere. Gebt Yoga eine Chance, ich freue mich auf euch!

Chanten (Sissi Zängerle)
Simply Buddha- CHANTEN mit Sissi als buddhistisches Geschenk– Kleine Einführung und Rezitation von NAM MYOHO RENGE KYO©
Die buddhistische Friedensorganisation Soka Gakkai International betrachtet das Lotos-Sutra als wichtigste buddhistische Schrift. Schon sein Titel MYOHO RENGE KYO drückt aus, dass jedes Lebewesen im Hier und Jetzt die Buddhaschaft und damit Mut, Weisheit und Mitgefühl in sich trägt. Durch die gemeinsame Rezitation wecken wir Lebenskraft, verbinden uns miteinander und unserer Umgebung und tanken Inspiration. Der Begründer dieser buddhistischen Schule, der japanische Reformator Nichiren Daishonin, drückt es so aus: „NAM MYOHO RENGE KYO zu rezitieren bedeutet, den eigenen Palast zu betreten.“
Und das möchte ich mit euch gemeinsam morgens auf Schloss Buchenau tun- wo wir uns alle so intensiv unseren herausfordernden Themen für die Prävention von Kindern widmen. Da kann ein stabilisierendes, harmonisierendes Tool genau richtig sein.

Danceletics (Doro Roth)
Crossover aus Pilates, Yoga und Tanz


Freitagvormittag

Check-In

Vorstellung IdfM

Vortrag: Zwischen weitverbreiteter Norm und gefährlichem Extremismus: Die digitalen Männlichkeitsangebote der sogenannten ‚Manosphere‘

Angela Frick (Soziologin, politische Bildnerin)

Im Zuge der aktuellen Debatte um digitale sexualisierte Gewalt war immer wieder von der sogenannten Manosphere die Rede. Einem vermeintlich dunklen Sumpf im Internet, der von Antifeminismus, Misogynie und Queerfeindlichkeit nur so strotzt.
Doch was hat es mit diesem maskulinistischen Netzwerk auf sich? Und in welchem Verhältnis stehen die Männlichkeitsvorstellungen, die wir in der Manosphere sehen, zu 'ganz normaler' Männlichkeit?

WS 1 Grundlagenworkshop: „Ich glaube Dir!“ Sexuelle Gewalt gegen Kinder

Ewa Bäumer (Kinderschutzbund Münster e.V.)

Die Sensibilität für das Thema Sexuelle Gewalt wächst in der Gesellschaft. Dennoch ist es bisher nicht gelungen die Zahl der betroffenen Kinder zu senken. Im Medienbereich erleben wir sogar eine Zunahme sexueller Gewalt. Der Workshop vermittelt Informationen zu Formen sexueller Gewalt, zu betroffenen Kindern, zu Tatpersonen und ihren Strategien sowie wichtige Hinweise zu Disclosureprozessen und Interventionsschritten.

WS 2 Wenn Minderjährige Pornos schauen – Sprachlosigkeit überwinden, Handlungssicherheit gewinnen

Miriam Scheibe (Sexualpädagogin, Pinkstinks Germany)

Was macht die ständige Verfügbarkeit von pornografischen Inhalten mit Kindern und Jugendlichen? Wie damit umgehen, wenn bereits junge Menschen untereinander sexualisierte Darstellungen austauschen? Wir sprechen über Aspekte jugendlicher Sexualität, um die sonst oft eher ein Bogen gemacht wird. Es geht darum, die eigene Sprechsicherheit im Themenfeld Pornografie zu festigen und methodische Impulse für die Arbeit mit jungen Menschen kennenzulernen. Sexual- und medienpädagogische Ansätze werden dabei durch rechtliche Aspekte ergänzt.

WS 3 Cybergrooming verstehen – fachlich sicher begleiten

Jonas Stratmann (freiberuflicher Referent Medienpädagogik)

Cybergrooming beginnt selten mit einer offensichtlichen Bedrohung – sondern mit Vertrauen, Aufmerksamkeit und dem Gefühl, verstanden zu werden. Genau diese Mechanismen machen die Anbahnungsstrategien von Täter*innen online so wirksam. Der Workshop ordnet fachlich ein, wie Grooming-Prozesse tatsächlich ablaufen, welche Rolle Isolation und Drohung dabei spielen, und was sich durch KI-generierte Bilder und Deepfakes bei sexualisierter Erpressung aktuell verändert.

Im Workshop werden sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sowie Fallbeispiele zu Cybergrooming und digitaler sexualisierter Erpressung fachlich besprochen. Eine sensible, aber konkrete Auseinandersetzung mit den Themen ist notwendig; auf explizite Detailschilderungen wird verzichtet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

WS 4 Mediatisierte sexualisierte Peer-Gewalt

Nele Horstmann (Bildungsreferentin, PETZE-Institut für Gewaltprävention)

Jugendsexualität findet wie die jugendliche Lebenswelt vermehrt im digitalen Raum statt. Das Internet wird genutzt, um sich zu informieren, aber auch um die eigene Sexualität zu auszuprobieren und zu erforschen. Dabei kann es zu Konsensunfällen, Vertrauensbrüchen und Vertrauensmissbrauch kommen und damit auch zu mediatisierter sexualisierter Peer-Gewalt.
In dem Workshop beschäftigen wir uns mit jugendlichen Lebenswelten im Hinblick auf Sexualität, aber auch mit Formen sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien. Welche Ursachen und Risikofaktoren spielen in diesem Kontext eine Rolle und welche Schutzfaktoren können ihnen wirksam entgegengesetzt werden?

WS 5 Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil

Monika Egli-Alge, lic. phil. (Fachpsychologin, Gründerin und Geschäftsführerin forio, Präsidentin des Netzwerks "Kein Täter werden")

Nach erfolgter Strafuntersuchung gegen die Mutter und den Stiefvater wegen sexuellen Handlungen mit Kindern stehen nun beide vor Gericht und müssen sich verantworten. Was bedeutet das für die betroffenen Opferkinder? Für die Mutter? Für den Stiefvater? Für die Geschwister? Wir spielen!

WS 6 Faszination Games: Chancen, Risiken, Ausprobieren, Selbermachen

Eva Hanel & Stefan Berendes (Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen)

Der Workshop wirft einen Blick auf digitale Spiele und die sie umgebende (Medien-)Kultur, diskutiert Aspekte des Jugendschutzes (wie z.B. Altersfreigabe oder übermäßige Nutzung) und gibt einen Ausblick auf pädagogische und kulturelle Anschlussmöglichkeiten des Mediums — und schließlich darf auch selbst Hand angelegt werden: Verschiedene Games können ebenso ausprobiert werden wie niedrigschwellige Werkzeuge, mit denen sich eigene Game-Projekte umsetzen lassen.

Freitagnachmittag

Supervision bei Silvia Lücke

Gleiches Workshopangebot wie vormittags

Freitagabend

AG´s am Abend

Musikworkshop (neuer Körpersong)
Ben Soyka, Simone Heiser

Zusammenkunft der Expert*innen zum Thema Gewalterfahrungen
Anja Bechtel, Rolf Härter

Angeregt durch den Vortrag von Kerstin Claus der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), auf der Fachtagung 2024 möchten wir auf der Fachtagung 2025 die Gruppe der Expert*innen innerhalb der tpw ins Leben rufen.
Expert*innen sind alle Kolleg*innen der tpw die jegliche Form von Gewalterfahrungen gemacht haben, und/ oder in ihrem nahen Umfeld Menschen kennen die Gewalterfahrungen gemacht haben.
Wir wollen uns, unseres Expert*innen Wissens bewusstwerden und unseren Erfahrungsschatz miteinander teilen. Gemeinsam wollen wir überlegen wie wir eine solche Gruppe auf Dauer bei der tpw etablieren und welche Fernziele wir haben können. Wir denken, dass hiervon wir, die tpw und alle Zuschauer*innen unserer Programme profitieren können.

Vorstellung Kinderbuch “Raus damit!”
Werner Meyer-Deters & Martin Baltscheid

Neues Format Präsentationen Die große Nein-Tonne
Tanja Brügger, Jan Opterbeck & Tabea Koch

Samstagmorgen, 07.9.24

Morgenangebote 7:30 Uhr

siehe oben (Freitagmorgen)

Samstagvormittag

Check-In

Vortrag: Mediatisierte sexualisierte Gewalt. Handeln und Haltung

Prof. Dr. Frederic Vobbe (Technische Hochschule Köln) & Katharina Kärgel (Hochschule Heidelberg)

Digitale Medien müssen bei jeder Form sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche grundsätzlich mitbedacht werden. Betroffene erleben nicht zuletzt deswegen komplexe Mehrfachbelastungen, da der Gewaltkontext räumlich und zeitlich vollständig entgrenzt wird. Die Gewaltdynamiken verkomplizieren mittels generativer KI hergestellte und verbreitete Missbrauchsdarstellungen weiter. Der interaktive Impulsvortrag führt in Formen mediatisierter sexualisierter Gewalt sowie deren Folgebelastungen für Betroffene ein. Abschließend werden praxisnahe Handlungsimpulse für Prävention und Intervention diskutiert.

WS 1 Schauspielworkshop: Digitale sexualisierte Gewalt performativ erforschen

Sissi Zängerle (Schauspielerin, Teamleitung Bremen/Oldenburg)

Wir nähern uns dem Thema `Sexualisierte Gewalt im digitalen Raum` mit selbstermächtigenden, ressourcenstärkenden Schauspielmethoden wie dem #sourcetuning nach Jens Roth, um es performativ theatral umzusetzen. Mit den Tools dieser Methoden ausgestattet wollen wir authentisch in Figuren eintauchen, Gefahren und Auswirkungen digitaler Übergriffe sichtbar machen und spielerisch Prävention vermitteln. Als Grundlage werden kleine Monologe aus dem neuen tpw-Stück #dubistdran verwendet, die im Vorfeld verschickt und auswendig gelernt werden, um die Strahlkraft und Effizienz der Methoden voll zu nutzen. Wir sind eingeladen, unsere Ergebnisse am Samstag abend zu zeigen. Interessierte melden sich bitte ab dem 15.Juli bei mir: sissi.zaengerle@tpwerkstatt.de, die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.

WS 2 Wenn Minderjährige Pornos schauen – Sprachlosigkeit überwinden, Handlungssicherheit gewinnen

Miriam Scheibe (Sexualpädagogin, Pinkstinks Germany)

Was macht die ständige Verfügbarkeit von pornografischen Inhalten mit Kindern und Jugendlichen? Wie damit umgehen, wenn bereits junge Menschen untereinander sexualisierte Darstellungen austauschen? Wir sprechen über Aspekte jugendlicher Sexualität, um die sonst oft eher ein Bogen gemacht wird. Es geht darum, die eigene Sprechsicherheit im Themenfeld Pornografie zu festigen und methodische Impulse für die Arbeit mit jungen Menschen kennenzulernen. Sexual- und medienpädagogische Ansätze werden dabei durch rechtliche Aspekte ergänzt.

WS 3 KI und Beziehungen

Julia von Weiler (Psychologin, Innocence in Danger e.V.)

Inhalt folgt

WS 4 Mediatisierte sexualisierte Peer-Gewalt

Nele Horstmann (Bildungsreferentin, PETZE-Institut für Gewaltprävention)

Jugendsexualität findet wie die jugendliche Lebenswelt vermehrt im digitalen Raum statt. Das Internet wird genutzt, um sich zu informieren, aber auch um die eigene Sexualität zu auszuprobieren und zu erforschen. Dabei kann es zu Konsensunfällen, Vertrauensbrüchen und Vertrauensmissbrauch kommen und damit auch zu mediatisierter sexualisierter Peer-Gewalt.
In dem Workshop beschäftigen wir uns mit jugendlichen Lebenswelten im Hinblick auf Sexualität, aber auch mit Formen sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien. Welche Ursachen und Risikofaktoren spielen in diesem Kontext eine Rolle und welche Schutzfaktoren können ihnen wirksam entgegengesetzt werden?

WS 5 Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil

Monika Egli-Alge, lic. phil. (Fachpsychologin, Gründerin und Geschäftsführerin forio, Präsidentin des Netzwerks "Kein Täter werden")

Nach erfolgter Strafuntersuchung gegen die Mutter und den Stiefvater wegen sexuellen Handlungen mit Kindern stehen nun beide vor Gericht und müssen sich verantworten. Was bedeutet das für die betroffenen Opferkinder? Für die Mutter? Für den Stiefvater? Für die Geschwister? Wir spielen!

WS 6 Faszination Games: Chancen, Risiken, Ausprobieren, Selbermachen

Eva Hanel & Stefan Berendes (Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen)

Der Workshop wirft einen Blick auf digitale Spiele und die sie umgebende (Medien-)Kultur, diskutiert Aspekte des Jugendschutzes (wie z.B. Altersfreigabe oder übermäßige Nutzung) und gibt einen Ausblick auf pädagogische und kulturelle Anschlussmöglichkeiten des Mediums — und schließlich darf auch selbst Hand angelegt werden: Verschiedene Games können ebenso ausprobiert werden wie niedrigschwellige Werkzeuge, mit denen sich eigene Game-Projekte umsetzen lassen.

Samstagnachmittag

Gleiches Workshopangebot wie vormittags


Samstagabend

Ehrungen und Party


Sonntagvormittag, 21.09.25

Check-In

Abschluss und Feedbackrunde